# Überraschendes Aus für Mixer: Microsoft stellt Live-Streaming ein

> Streaming-Dienst Mixer findet ein überraschendes Ende ➜ Wie reagiert die Community ✓ Wer geht als Gewinner aus der Sache hervor ✓

- URL: https://streamproject.de/news/aus-fuer-mixer/
- Aktualisiert: 2026-06-29
- Autor: Redaktion StreamProject (https://streamproject.de/redaktion/)
- Kategorie: News · Twitch
- Sprache: de-DE

> **Antwort zuerst:** Mixer schloss am 22. Juli 2020, nachdem die Plattform keine 3 % Marktanteil erreicht hatte. Besucher wurden zu Facebook Gaming weitergeleitet, Guthaben in Xbox-Gutschriften umgewandelt. Profitieren konnten vor allem Twitch, YouTube und Facebook Gaming.

Die Zahlen sprechen für sich: Trotz diverser Fortschritte konnte Mixer keine 3 % Marktanteil erreichen und blieb damit weit hinter den Erwartungen sowie seinen drei Konkurrenten Twitch, YouTube und Facebook Gaming zurück. Große Gewinne oder gar [neue Rekorde](https://streamproject.de/news/twitch-zuschauerrekord-2020/) fanden immer abseits des Portals statt.

*Aus unserem News-Archiv: Diese Meldung gibt den Stand zur Zeit der Erstveröffentlichung wieder.*

Viel hat Schirmherr Microsoft im letzten Jahr in seinen Streaming-Service Mixer investiert und konnte durch Millionenverträge einige der bekanntesten Gesichter von [Twitch](https://streamproject.de/guides/was-ist-twitch/) abwerben. Jetzt der Schock: In weniger als einem Monat, am 22. Juli 2020, schließt Mixer seine Pforten für immer. Wie geht die Community mit dieser Hiobsbotschaft um?

## Die Zukunft der Streamer von Mixer

Die Content Creator der Plattform fühlen sich vor den Kopf gestoßen, so unerwartet und plötzlich erreichte sie die Nachricht um die Schließung von Mixer. Einem Großteil ging es wie der Streamerin Courtney (jetzt als [Princess Court](https://www.twitch.tv/princesscourt) auf Twitch unterwegs), die ohne Vorwarnung live davon erfuhr. Selbst populäre Partner lernten die Neuigkeiten nur per Twitter und müssen nun wie der Rest der Belegschaft weitreichende Entscheidungen treffen, denn es wirkt ganz, als hätten sie auf das falsche Pferd gesetzt.

Mixer selbst bzw. Microsoft im Hintergrund agiert in üblicher PR-Manier. Insider behaupten, dem Unternehmen gehe es bloß noch darum, weitere Verluste zu begrenzen. Wenigstens geht Mixer mit dem einstigen Rivalen Facebook Gaming, der noch vor Kurzem erst eine [eigene Streaming-App](https://streamproject.de/news/facebook-gaming-app-launch/) veröffentlichte, eine Zusammenarbeit ein. So besitzen die Streamer von Mixer auf kurze Sicht konkrete Zukunftsaussichten.

Doch die meisten Broadcaster sind enorm gefrustet und rechnen bei einem Umzug der Plattformen mit deutlichen Verlusten – sowohl was die Zuschauerzahlen als auch ihre [Einnahmen](https://streamproject.de/guides/twitch-einnahmen-geld-verdienen-durch-live/) im Allgemeinen anbelangt. Zwar möchte kaum jemand die nächsten Wochen auf dem sinkenden Schiff Mixer verbringen, aber der Streaming-Dienst von Facebook ist bei vielen verpönt. Dann lieber zurück zu Twitch.

So lässt sich schon jetzt erkennen, wer besonders von der Pleite Mixers profitieren wird.

## Die Gewinner der Katastrophe

Der Wettbewerb freut sich. Twitch konnte durch das Aus von Mixer bereits heute einen beachtlichen Zuwachs verzeichnen, mit dem YouTube ebenfalls zu Teilen rechnen sollte, und das Team von Facebook Gaming hofft, durch die Kooperation mit Microsoft endlich eine Liga aufzusteigen. Interessant ist außerdem der Umstand, dass Mixer mit einigen bekannten Streamern Exklusiv-Verträge geschlossen hatte, die zwar nach offizieller Aussage weiterhin Bestand haben, denen in der Realität allerdings durch den Wegfall der zentralen Dienstleistung jegliche Grundlage fehlen.

Speziell hervorzuheben sind hierbei der ehemals größte Streamer der Welt Ninja sowie Shooter-Profi Shroud, die beide in 2019 von Twitch zu Mixer wechselten – die [populärsten deutschen Kanäle](https://streamproject.de/news/groesste-deutsche-streamer-2020/) sind hingegen immer noch dort zu finden. Wenngleich die Geldsummen, die im Zuge dieser Verpflichtungen die Hände wechselten, nie publik wurden, gehen Experten von mehreren Millionen US-Dollar aus. Dadurch entschädigte Microsoft seine Neuzugänge für eventuelle Einbußen hinsichtlich Reichweite oder Einfluss.

### Missmut über verpasste Chancen

Dank dem Ende von Mixer sind Giganten wie Ninja oder Shroud nun nicht länger gebunden. Sie haben abkassiert und können zurück ins Rampenlicht kommen, wenn ihnen danach ist. Andere Streamer, die sich trotz verlockender Angebote damals gegen das Exklusiv-Recht von Mixer entschieden, bereuen diese Entscheidung gerade ein wenig.

Einer von ihnen, Dr DisRespect, reagierte im Stream darauf, als ihn seine Fans im Chat ansprachen. Der Clip ist allerdings nicht mehr verfügbar, da Dr DisRespect kurz darauf [auf Twitch gebannt](https://streamproject.de/news/dr-disrespect-gebannt/) wurde.

Ob es der Community gefällt oder nicht, ab 22. Juli werden alle Besucher von Mixer zu Facebook weitergeleitet. Noch vorhandene Guthaben werden in Xbox-Gutschriften umgewandelt. Damit ging eine (kurze) Ära des Streaming-Kosmos zu Ende. Doch auch der strahlende Star Twitch hatte zu dieser Zeit [mit einigen Problemen zu kämpfen](https://streamproject.de/news/dmca-verletzungen-auf-twitch/).

## Häufige Fragen

### Wann wurde Mixer eingestellt?

Mixer schloss am 22. Juli 2020. Ab dann wurden alle Besucher zu Facebook Gaming weitergeleitet.

### Was passierte mit Ninja und Shroud?

Beide waren 2019 von Twitch zu Mixer gewechselt. Mit dem Aus der Plattform waren sie nicht länger an Mixer gebunden.

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Quelle: StreamProject (https://streamproject.de/). Preise und Fakten mit Prüfdatum; Angaben ohne Gewähr.
