StreamProject | Test | Die beste Streaming Webcam in 2020
webcam mit beinahe geschlossener Linse
Felix Rau- Autor bei StreamProject Autoren @Felix Rau, Redakteur bei StreamProject
Felix Rau
  • Lieblings-Streamer: Summit1G

  • Lieblings-Spiel: Warframe

  • Fun-Fact: Gehörte einst zu den Top 20 3-on-3 Warcraft 3 Teams der Welt

Die beste Streaming Webcam in 2020

19. März 2020

Wer heutzutage mit dem Streamen beginnen möchte, der kommt für gewöhnlich ohne den Einsatz einer modernen Webcam nicht mehr weit. Bei bestimmten Rubriken auf Seiten wie Twitch (Just Chatting, Live-Musik oder auch Kunst-Streams) stellt die Nutzung einer Kamera mittlerweile ein zentrales Element der Übertragung dar, während im Gaming-Bereich die Addition einer Webcam eher als Bonus angesehen wird, den die Zuschauer jedoch immer häufiger voraussetzen. Denn die intuitiv nutzbaren Geräte bieten viele praktische Zusätze und sorgen unter anderem dafür, dass die eigene Zuschauerschaft Live-Reaktionen auf Spielsituationen sieht. Darüber hinaus wirkt der eigene Kanal wesentlich persönlicher und näher, wenn der kommentierenden Stimme ein Gesicht zugeordnet werden kann. Doch nicht jede Webcam eignet sich wirklich für das Streamen auf Twitch, YouTube, Facebook und Co. Unsere Experten haben einen genauen Blick auf den Markt geworfen und die Empfehlungen vieler Streamer verglichen, um die aktuell besten Streaming-Webcams gegenüberzustellen.

Die wichtigsten Kriterien einer Streaming-Kamera

Webcams gibt es wie den sprichwörtlichen Sand am Meer und auch die Preise rangieren von günstigen Modellen unter 10 Euro bis hin zu vierstelligen Summen im absoluten High-End-Bereich. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, musst Du beim Kauf einer Webcam verschiedene Eigenschaften beachten. In der nachfolgenden Übersicht findest Du die wichtigsten Kriterien für eine Kamera, wenn diese zum Live-Streaming verwendet werden soll:

  • Auflösung: Der Qualitätsunterschied zwischen HD, Full HD und 4K ist auf den ersten Blick sichtbar, doch auch der Preis und die Anforderungen an die heimische Internetleistung steigen bei höheren Auflösungen mit an. Oftmals lohnt es sich jedoch, auf ein Modell mit 1080p zu setzen, denn diese Qualität wird heutzutage einfach von der Zuschauerschaft erwartet und zudem fallen diese Cams mittlerweile preislich wesentlich günstiger aus als noch vor wenigen Jahren. Allerdings liefert selbst 720p bereits eine überzeugende Qualität. Ultra-HD-Geräte bleiben hingegen noch zu teuer und können häufig aufgrund von Upload-Regulierungen seitens des Anbieters nicht in vollem Umfang genutzt werden (Twitch erlaubt zum Beispiel bloß eine Bitrate von bis zu 6.000 kbit/s, die für Übertragungen in Ultra HD nicht ausreicht).
  • Bildfrequenz: Wer sich für eine Full-HD-Kamera entscheidet, der sollte auf Werte von mindestens 30 FPS (frames per second) oder sogar 60 FPS achten, denn ein solches Bild kann die Qualität des gesamten Streams erhöhen. Allerdings fahren günstige Webcams häufig mit einer niedrigeren Bildfrequenz auf – was insbesondere für Anfänger aus monetären Gründen ein sinnvoller Kompromiss zu einer großen Investition sein kann.
  • Integriertes Stativ: Die meisten Webcams verfügen über ein einfaches Stativ, das eine Befestigung zum Beispiel am Monitor ermöglicht und dort einen sicheren Sitz garantiert. Es kann sich dagegen abhängig vom eigenen Setup lohnen, auf Modelle zurückzugreifen, die mit größeren Standstativen kombiniert werden können.
  • Verarbeitung: Damit eine lange Lebensdauer garantiert wird, sollte die Webcam nicht auf billiges Plastik setzen, sondern mindestens hochwertige Kunststoffmaterialien nutzen oder noch besser metallene Elemente besitzen. Darüber hinaus sollten die Gelenke des Stativs verstärkt sein und die Linse über einen zusätzlichen Schutz verfügen. Nur so wird garantiert, dass keine ungewollten Schäden entstehen.

Viele Webcams verfügen außerdem über ein oder gleich mehrere Mikrofone, die Du jedoch getrost ignorieren kannst und die Du am besten direkt über das Betriebssystem deaktivierst. Die Aufnahmequalität dieser integrierten Mikrofone erweist sich nämlich in der Regel als viel zu schlecht. Wenn Du stattdessen etwas Geld in ein ordentliches Mikrofon investierst, wirst Du mit wenig Mehraufwand wesentlich bessere Ergebnisse erzielen.

Logitech C920s HD Pro Webcam


Logitech C920s HD Pro WebcamQuelle: Logitech

Kaum eine Kamera wird so häufig als „beste Wahl für Einsteiger“ bezeichnet wie dieses Mittelklassemodell von Logitech. Die Logitech C920s HD Pro Webcam wird heutzutage bereits für unter 50 Euro angeboten und bietet dennoch vielseitige Möglichkeiten zur Nutzung, die über das reine Live-Streaming hinausgehen. Die Bildwiedergabe ist gestochen scharf, der Autofokus passt sich innerhalb weniger Sekunden neuen Lichtverhältnissen an und die Farbgebung wirkt sehr natürlich. Neben einem Anschluss per USB ist die Kamera sogar WLAN-tauglich und bietet somit eine extrem hohe Flexibilität im Einsatz. Ebenfalls praktisch: Das Modell unterstützt nicht nur alle aktuellen Windows-Versionen (Win 7, Win 8 und Win 10), sondern lässt sich problemlos auch auf Mac-Produkten, Android oder Chrome nutzen und ist somit selbst für einfache Computer oder Tablets geeignet.

Bei der Übertragungsqualität kannst Du selbst zwischen HD (720p) oder Full HD (1080p) wählen und so die Qualität Deinen Möglichkeiten (Internet- und Hardwareleistung) anpassen. Selbst Fotos kannst Du mit bis zu 15 Megapixeln schießen – im Vergleich dazu bietet das iPhone X gerade einmal 12 MP. Selbst die beiden verbauten Mikrofone können überzeugen und sind zumindest theoretisch auch für das Live-Streamen geeignet. Die Investition in ein besseres Standmikrofon lohnt sich dennoch.

Auf der negativen Seite muss erwähnt werden, dass die Kamera selbst nicht geschwenkt werden kann, sondern fest fixiert bleibt – da die meisten Streamer das Publikum von ihren Schreibtischen aus unterhalten, stört dieser Punkt hier kaum. Allerdings lässt die Wiedergabequalität der Webcam bei schlechten Lichtverhältnissen zu wünschen übrig, sodass bei der Übertragung auf genügend Licht im Hintergrund zu achten ist.

 

Vorteile Nachteile
  • Schneller Autofokus (20 Stufen)
  • Überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • UVC-Modus möglich
  • Full HD Glasobjektiv
  • Kamera nicht schwenkbar
  • Schwach bei schlechten Lichtverhältnissen

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LOETAD Full HD Webcam

LOETAD Full HD WebcamQuelle: LOETAD

Hinter dem in Europa noch etwas unbekannten Label steckt ein chinesisches Unternehmen, das sich mit dieser Webcam auf dem Markt der günstigeren Modelle festsetzen möchte. Obwohl die Kamera bereits für unter 20 Euro erhältlich ist, überzeugt sie durchaus mit einer soliden Leistung. Dazu gehört neben der simplen Installation (Plug-in & Play) auch eine stabile Bildqualität bei 1080p, ein verlässlicher Autofokus sowie die Möglichkeit, bei der Kamera selbst manuell den Fokus den vorhandenen Lichtverhältnissen anzupassen.

Weitere Pluspunkte gibt es für die Schwenkfunktion, denn die Kamera lässt sich problemlos 360° um die eigene Achse drehen. Durch das geringe Gewicht (gerade einmal 181 Gramm) findet die Webcam zudem selbst auf dem Laptop oder einem Tablet Platz und ermöglicht so eine flexible Nutzung. Hier kommt der bewährte Universalclip zum Einsatz, der einen stabilen Halt gewährleistet. Darüber hinaus kann die Kamera mit jedem gängigen Betriebssystem auf sämtlichen Devices eingesetzt werden.

Allerdings müssen gerade im Hinblick auf den niedrigen Anschaffungspreis einige Abstriche gemacht werden: So erlaubt die Webcam lediglich ein Streamen mit 25 FPS, das integrierte Mikrofon ist wirklich schlecht, die Linse arbeitet mit gerade einmal zwei Megapixeln und auch eine Zoom-Funktion wird vergeblich gesucht. Somit richtet sich dieses Modell ganz klar nur an Einsteiger, die eine günstige Webcam brauchen.

 

Vorteile Nachteile
  • Überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Full HD (1080p) Aufnahme
  • Extrem simple Installation
  • Für alle gängigen Betriebssysteme geeignet
  • 360° schwenkbar
  • Lediglich 25 FPS möglich
  • Schlechte Mikrofonqualität
  • Linse nimmt bloß mit 2 MP auf
  • Keine Zoom-Funktion

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Razer Kiyo Streaming-Kamera

Razer Kiyo Streaming-Kamera Quelle: Razer

Hierbei handelt es sich um eine Webcam, die sich ganz klar an ambitionierte Streamer richtet und die mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von knapp über 100 Euro schon deutlich teurer ausfällt. Dieser preisliche Unterschied manifestiert sich sogleich in der auffälligen Optik des Modells. Denn die Kamera besitzt ein eigenes Licht und kann so selbst bei schlechten Lichtverhältnissen das Gesicht des Streamers perfekt einfangen. Das Ringlicht ist dabei nicht störend grell, sondern erinnert vielmehr an die Module, die auch in Film und Fernsehen angewendet werden. Die Lichtintensität lässt sich natürlich einfach per Software steuern und den verschiedenen Gegebenheiten eines Streams anpassen.

Auch bei diesem Modell kannst Du frei zwischen 1080p und 720p wählen, musst jedoch in der höheren Einstellung mit FPS-Einbußen rechnen. Denn während die HD-Qualität bis zu 60 FPS unterstützt, kann die Full-HD-Option lediglich mit 30 FPS betrieben werden. Immerhin ist die Einrichtung an sich äußerst geradlinig (Plug-in & Play) und das Anbringen der Kamera dank stabiler Klammerhalterung an vielen verschiedenen Oberflächen oder Objekten möglich.

Negativ muss zunächst einmal das Mikrofon erwähnt werden, denn die aufgenommenen Stimmen und Geräusche sind eindeutig zu stumpf. Außerdem werden die Farben ohne zusätzliche Änderungen an der Software zu kräftig dargestellt und „übersteuern“ fast ein wenig. Hier muss also Zeit eingeplant werden, um die Leistung den eigenen Wünschen anzupassen.

 

Vorteile Nachteile
  • Praktischer Lichtring
  • Überzeugende Bildqualität
  • Optimales Design für Streamer
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Mikrofon zu dumpf
  • Farbdarstellung zu kräftig

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Logitech C922 Pro Stream Webcam

Logitech C922 Pro Stream WebcamQuelle: Logitech

Auch diese Kamera richtet sich speziell an Streamer, die einen höheren Anspruch an die eigene Qualität besitzen und gleichzeitig mit der im Lieferumfang enthaltenen XSplit-Lizenz (für 3 Monate) etwas anfangen können. Die Streaming-Software stellt einen netten Bonus dar und ist für all jene gedacht, die den eigenen Kanal auf das nächste Niveau heben möchten. Die C922 ist der direkte Nachfolger der C920 (siehe weiter oben) und bietet wie ihr Vorgänger vor allem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, denn Du bekommst genau das, was Du bezahlst.

Bei der Bildqualität hat sich nicht viel geändert und Du kannst nach wie vor zwischen 720p mit 60 FPS oder 1080p mit 30 FPS wählen. Beide Optionen überzeugen und letztendlich spielen bei der Wahl der Bildqualität verschiedene Faktoren eine Rolle. Genau wie beim Vorgänger sind die hier verbauten Mikrofone ebenfalls in Ordnung, sollten jedoch gerade für einen Livestream durch ein besseres, freies Modell ersetzt werden. Darüber hinaus lässt sich die Kamera mit allen gängigen Betriebssystemen (egal ob Mobile-Device oder Desktop-PC) nutzen, indem sie einfach über den USB-Anschluss angebunden wird.

Abschließend gibt es auch bei diesem Modell ein paar Negativpunkte zu nennen, allen voran die beiliegende ChromaCam-Software betreffend, deren Hauptfunktion darin liegt, dass das Programm selbst ohne Greenscreen den Hintergrund herausfiltert und mit gewünschten Bildern ersetzt. Dieses Vorgehen funktioniert jedoch nur schlecht bis gar nicht und sollte am besten vollkommen ignoriert werden. Auch ist das Upgrade im Vergleich zum Vorgänger nur minimal, sodass Streamer vor allem wegen der XSplit-Lizenz und der Wahl bei der Bildqualität zu diesem Modell greifen sollten. Der Aufpreis von über 30 Euro kann sich also schnell rechnen.

 

Vorteile Nachteile
  • Wirklich gute Bildqualität
  • Überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Praktische Software für Streamer (XSplit)
  • Einfache Bedienung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Chroma Keying funktioniert schlecht bis gar nicht
  • Mikrofonqualität mittelmäßig

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Titelbild Quelle: pixabay.com

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