Professionelles Mikrophon für Streams und Spiele auf Twitch und Youtube
Felix Rau- Autor bei StreamProject Autoren @Felix Rau, Redakteur bei StreamProject
Felix Rau
  • Lieblings-Streamer: Summit1G

  • Lieblings-Spiel: Warframe

  • Fun-Fact: Gehörte einst zu den Top 20 3-on-3 Warcraft 3 Teams der Welt

Die besten Streaming Mikrofone im Vergleich 2020

25. März 2020

Es gibt nur wenig essentielle Peripherie, die im Streaming-Bereich benötigt wird – an Gaming am PC ohne Maus und Tastatur ist gar nicht erst zu denken. Auf eine hochwertige Webcam kannst Du notfalls verzichten, doch ein ordentlich Mikrofon ist schon beinahe Pflicht. Schließlich erlaubt es eine direkte und sofortige Kommunikation mit den Zuschauern, vermittelt die eigene Stimmungslage und ist zudem für Mehrspieler-Videospiele ein wichtiges Bestandteil. Gerade letzteres wird häufig durch ein Headset abgedeckt, das über ein integriertes Mikrofon verfügt. Doch wer auf wirklich hohe Qualität setzt und seine Stimme möglichst klar streamen möchte, der wird nicht um den Einsatz eines separaten Mikrofon herum kommen. Wir haben einmal einen Blick auf die beliebtesten Modelle geworfen und verraten Dir in den folgenden Zeilen, worauf Du zudem achten solltest.

Die wichtigsten Kriterien für ein Streaming-Mikrofon

Es gibt viele verschiedene Gründe, die für den Einsatz eines externen Mikrofons sprechen: Wer zum Beispiel über einen Laptop streamt, der wird mit dem „On-Board“ Mikrofon und dessen Qualität sicher nicht zufrieden sein. Gleiches gilt für fast alle Webcams, die über eine integrierte Audioaufnahme verfügen. Darüber hinaus können Standmikrofone mit vielen praktischen Zusätzen punkten, die andere Aufnahmegeräte in dieser Form nicht besitzen. Wenn Du auf der Suche nach einem neuen Mikrofon bist, dann solltest du vor allem auf die folgenden Punkte achten:

  • Kondensatormikrofon: Dynamische Mikrofone verfügen über eine hohe Robustheit, können jedoch mit der Studioqualität von Kondensatormikrofonen einfach nicht mithalten. Auch beim Streamen bieten die Kondensator-Varianten eine höhere Aufnahmequalität, weshalb Du am besten auf ein Modell aus dieser Kategorie zurückgreifen solltest.
  • Richtcharakteristik: Hierbei handelt es sich um die Empfindlichkeit des Mikrofons in Relation zum Schalleinfallswinkel – also letztendlich die Ausrichtung, mit der das Gerät Deine Stimme und andere Geräusche aufnimmt. Abhängig davon, wie flexibel das Mikrofon eingesetzt werden soll, solltest Du auf Modelle mit multiplen Richtcharakteristiken achten. So kannst du unterschiedliche Aufnahmen mit dem selben Mikrofon durchführen.
  • Anschlussform: In den meisten Fällen sollte ein Anschluss an den Computer über einen USB-Stecker erfolgen. Vor allem professionelle Streamer schalten jedoch häufig einen Verstärker dazwischen, sodass ein XLR-Stecker oder zumindest ein Klinkenstecker benötigt wird. Überprüfe am besten vor dem Kauf, welche Anschlussart für dich ideal ist.
  • Zusatzfunktionen: Gerade im Streaming-Bereich werden Mikrofone mit zusätzlichen Funktionen gerne gesehen, erleichtern sie den Alltag doch ungemein. Hier können viele verschiedene Zusätze gefunden werden, die vom einfachen Mikrofon-Boost über einen Kopfhörereingang und eine Lautstärkeregelung für den selbigen bis hin zum Mute-Button reichen. Was davon benötigt wird hängt letztendlich immer von deinen eigenen Bedürfnissen ab.
  • Equipment: Um mit dem Mikrofon eine möglichst hohe Aufnahmequalität zu erhalten, kann es sich durchaus lohnen auf zusätzliche Ausrüstung zu achten. Ein Mikrofonschwenkarm sorgt zum Beispiel dafür, dass das Mikrofon perfekt ausgerichtet und vor allem platzsparend aufgestellt werden kann, während eine Mikrofonspinne Vibrationen, Störgeräusche und Erschütterungen reduziert. In professionellen Setups kann es sich sogar lohnen, einen Diffusor aufzustellen und so die Tonqualität auf das nächste Niveau zu heben. Auf jeden Fall solltest Du immer einen Popschutz einsetzen, um die entsprechenden Laute (S-Laute, Pop-Laute, etc.) zu reduzieren.

Auch die Abtastrate kann gerade bei höheren Ansprüchen eine wichtige Rolle spielen. Allerdings bekommst Du bereits mit 16-Bit/44 kHz (CD-Qualität!) eine ordentliche Leistung geboten. Für Anfänger ist dies also mehr als ausreichend, während professionellere Streams eher zu einer 24-Bit/48 kHz Variante greifen sollten.

Blue Yeti Mikrofon

Das vielleicht beliebteste Streaming-Mikrofon punktet mit einem fairen Preis und vielen praktischen Funktionen.

Quelle: Blue Yeti

Dieses Dreikapsel-Mikrofon der Mittelklasse gehört schon seit vielen Jahren zu den absoluten Favoriten gerade bei Twitch-Streamern, liefert es doch eine wirklich gute Qualität für einen fairen Preis. Besonders praktisch sind die vier Richtcharakteristiken (stereo, bidirektional, nierenförmig und omnidirektional), die einfach über einen Knopfdruck gewechselt werden und so unterschiedliche Aufnahmesituationen ermöglichen. Auch die Stummschaltung sowie der Mikrofonverstärker werden bequem jeweils über einen eigenen Knopf aktiviert und lassen sich so schnell und unkompliziert einsetzen.

Geliefert wird das Gerät mit einem stabilen, allerdings doch recht simplen Tischstativ, das sich mit nur wenigen Handgriffen verstellen und den eigenen Wünschen anpassen lässt. Wer jedoch ein professionelleres Setup möchte, der findet zum Mikrofon passende Schwenkarme und Spinnen direkt beim Hersteller. Außerdem fällt direkt beim ersten Anfassen und aufstellen auf, dass das Blue Yeti Mikrofon mit seinem Gewicht von 550 Gramm recht schwer ist und damit einen stabilen Stand garantiert.

Der USB-Anschluss dürfte den meisten Nutzern ausreichen, vor allem da hier via Plug-in-and-Play eine sofortige Nutzung innerhalb weniger Sekunden garantiert ist. Etwas ärgerlich ist jedoch, dass es nur wenige Zubehöroptionen für das Mikrofon gibt, da es durch seine ungewöhnliche Größe nur selten mit Equipment von Drittanbietern kombiniert werden kann.

Vorteile Nachteile
  • robuste Bauweise
  • überzeugendes Preis-Leistungsverhältnis
  • hohe Flexibilität im Einsatz
  • Plug-in-and-Play
  • präzises Klangbild
  • kaum Zubehör

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Rode NT-USB

Dank integriertem Popschutz und kristallklarer Aufnahme stellt das Rode NT-USB ein gutes Einsteigermikrofon für Streamer dar.

Quelle: Rode Microphones

Schon seit den 1960er Jahren produziert das australische Unternehmen mit Hauptsitz in Sydney Mikrofone, die vor allem durch das simple Design und die hochwertige Aufnahmequalität überzeugen. Auch dieses Modell stellt diesbezüglich keine Ausnahme dar und ist gerade bei Streamern auf Grund des vergleichsweise niedrigen Preises recht beliebt. Durch die Nieren-Charakteristik ist die Aufnahme zudem von äußerlichen Einflüssen gut geschützt, was die Aufnahmequalität vor dem PC noch einmal verbessert. Angeschlossen wird das Mikrofon bequem über einen USB-Anschluss, der via Plug-in-and-Play einen sofortigen Einsatz ermöglicht.

Einen praktischen Zusatz stellt der Kopfhörerausgang dar, der für eine direkte Überwachung („Direct Monitoring“) gedacht ist und ein Hören des Aufnahmetons in Echtzeit ermöglicht – alle notwendigen Einstellungen können so ohne Probleme aufeinander abgestimmt werden. Zudem gibt es einen Mischregler für das Lautstärkeverhältnis, was besonders für musikalische Streamer ein absolutes „Must-Have“ darstellt. Darüber hinaus wurde ein Popschutz aus Metall vorinstalliert, das Eigenrauschen ist extrem niedrig und kaum hörbar und gerade die Verarbeitungsqualität muss sich selbst vor wesentlich teureren Konkurrenzprodukten nicht verstecken.

Minuspunkte gibt es jedoch ganz klar für das kleine Tischstativ aus Plastik. Hier wäre eine höhenverstellbare Variante aus Metall mit Sicherheit eine bessere Alternative gewesen. Durch seinen niedrigen Standpunkt werden zudem Tastaturgeräusche hörbar aufgenommen, sodass mechanische Tastaturen ein Problem darstellen können. Im Zweifelsfall sollte lieber direkt zu einem Schwenkarm gegriffen werden, um diese Probleme zu umgehen.

 

Vorteile Nachteile
  • hochwertige Verarbeitung
  • praktischer Mischregler
  • niedriges Eigenrauschen
  • hohe Aufnahmequalität
  • integrierter Popschutz
  • kleines Plastikstativ

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Tonor Q9 Mikrofon-Set

Tonor Q9 Mikrofon-Set

Quelle: Tonor

Dieses Produkt ist vor allem deshalb für einen Einstieg in die Streaming-Szene so ideal, weil es Komplettpaket an allen wichtigen Zusätzen enthält. Neben dem eigentlichen Mikrofon lässt sich hier ein Mikrofonarm (inklusive Tischklemme), ein Schwanenhals Popschutz, eine Mikrofonspinne und sogar ein zusätzlicher Schaumstoff-Popschutz finden. Damit bekommst Du direkt alles, was Du für ein hochwertiges Setup benötigt. Das Tonor Q9 selbst fällt zunächst optisch durch ein ungewöhnliches Röhrendesign auf, das sich jedoch gut in das Gesamtbild einfügt. Angeschlossen wird es über USB und verfügt ebenfalls über Plug-in-and-Play, sodass ein Einsatz innerhalb kürzester Zeit ermöglicht wird.

Als kleine Statusanzeige während der Nutzung wurde auf der Vorderseite ein LED-Licht verbaut, das blau leuchtet, sobald das Mikrofon im Einsatz ist. Darüber hinaus kannst Du an der Vorderseite auf einen weiteren Schalter zugreifen, der die Mikrofonverstärkung aktiviert – und zwar vollkommen unabhängig von den Einstellungen eures Betriebssystems. Das reduziert das Eigenrauschen stark und verbessert somit nachhaltig die Aufnahmequalität und das Endergebnis.

Darüber hinaus wird über den Schalter auch die Stummschaltung eingesetzt: Wenn Du die Minustaste für drei Sekunden gedrückt hältst, dann schaltet sich das Mikrofon aus, während das Halten der Plustaste für drei Sekunden es wieder einschaltet. Das ist ein wenig umständlich, führt schnell zu ungewollten Änderungen an der Mikrofonverstärkung und wäre mit einem zusätzlichen Mute-Button wesentlich einfacher zu lösen. Davon abgesehen ist die Klangqualität jedoch wirklich überzeugend, gerade für ein so günstiges Modell.

 

Vorteile Nachteile
  • Plug-in-and-Play
  • praktisches Komplettpaket
  • kaum Eigenrauschen
  • gute Aufnahmequalität
  • modernes Design
  • Stummschaltung umständlich

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Samson Meteor

 

Mit ansprechender Optik und hoher Flexibilität ist das Samson Meteor für eine breite Vielfalt an Streamern interessant.

Quelle: Samson Tech

Das US-amerikanische Unternehmen hat sich auf Produkte aus dem Audiobereich spezialisiert und bietet mit dem Samson Meteor ein zunächst optisch auffallendes Mikrofon an: Das in Silber gehaltene Retro-Design wurde ganz klar an die Mikrofone der 1950er und 60er Angepasst und wird nicht ohne Grund häufig auch als „Elvis Mikrofon“ beschrieben. Doch während es sich optisch an alten Ideen orientiert, kann es aus technischer Sicht alle modernen Ansprüche erfüllen. So bietet die große Kondensatorkapsel (25 mm) eine ordentliche Aufnahmequalität, die dem Preis entspricht und sich vor allem an Streamer richtet, die ein mobiles Einsteigermodell suchen und erst mit dem Generieren von Followern beginnen.

Neben seiner kompakten Maße punktet das Gerät mit dem aus Metall bestehenden Tripod, der direkt im Mikrofon integriert ist und sich sogar einfach nach oben an das Produkt heran klappen lässt. So passt es bequem in jeden Rucksack und ist ideal für all jene Streamer, die auch aus dem Hotel oder von einer Convention aus Inhalte erstellen möchten. Der Anschluss erfolgt dabei bequem via USB und zudem gibt es einen Klinken-Eingang, der zusammen mit der Lautstärkeregelung ein latenzfreies Monitoring ermöglicht. Auch eine Stummschaltung lässt sich intuitiv über den entsprechenden Knopf nutzen. Sogar eine Tasche für den sicheren Transport ist im Lieferumfang enthalten und überzeugt durch eine gute Qualität. Schade ist lediglich, dass das Gain nicht regelbar ist und eine recht hohe Geräuschempfindlichkeit zum Hintergrund gegeben ist, sobald Du aufhörst zu reden.

 

Vorteile Nachteile
  • latenzfreies Monitoring
  • ansprechendes Retro-Design
  • gute Aufnahmequalität
  • hochwertige Verarbeitung
  • starke Mobilität
  • Gain nicht regelbar
  • zu hohe Empfindlichkeit

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Titelbild Quelle: pexels.com

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